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08.Mai 2012 keine News

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Gemeinde Münster-Geschinen
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Geschichte von Münster-Geschinen
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Münster-Geschinen blickt auf eine reiche Geschichte zurück. Vor allem nach dem 15. Jahrhundert ist die kulturhistorische Geschichte beachtenswert. Aus der Zeit der Spätgotik stammt der berühmte Hochaltar in der Kirche von Münster von Jörg Keller aus Luzern aus dem Jahre 1509. Kunstkenner zählen ihn zu den schönsten spätgotischen Altären der Schweiz. Geprägt hat unser Dorf aber vor allem die Barockzeit des 17. und 18. Jahrhunderts. Man baute die prächtige Liebfrauenkirche und stellte die wuchtigen Barockaltäre hinein.

Auf dem Biel wurde die kleine Antoniuskapelle durch eine grössere ersetzt. Auch im Unterdorf musste eine ältere Kapelle der neuen St.Margarethenkapelle Platz machen.

 

Familie von Riedmatten

Von grosser Bedeutung für den Ort wurde ab der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts die berühmte Familie von Riedmatten. Sie stellte nicht bloss eine ganze Reihe hoher Beamter, sondern von 1565 bis 1701, bis an Hildebrand Jost von Münster/Geschinen, die Fürstbischöfe von Sitten. Ihr Herrenhaus war der Mittelpunkt des heutigen Hotel Post mit Kapelle und Sälen.

 

Siedlung

Von den prächtigen Profanbauten aus der Barockzeit sind zu nennen:

  das stattliche Haus des Meiers und Landvogts Imoberdorf westlich der Kirche
  das Stammhaus der von Riedmatten "im Feld", in dem der grosse Kaspar Stockalper seine Verlobung mit Cäcilia von Riedmatten feierte
  das behäbige Stammhaus der Meier und Landvögte Jergen unterhalb des Hotel Post
  das mächtige Hausder Meierfamilie Imsand im unteren Dorf.
  die berühmte Stadelgruppe auf dem Biel in Geschinen
  das behäbige Wegerhaus in Geschinen

Wohl setzte die Französische Invasion von 1799 der Weiterentwicklung ein Ende und brachte dem Dorf und der Talschaft eine schwere Verarmung. Aber zum Glück hat das Dorf seine Gestalt aus der Zeit des Barocks weitgehend bewahrt.

Insbesondere die letzten Jahrzehnte haben den Wert der althergebrachten Kulturgüter erkannt.

 

 

Namensherkunft

Der Name Münster leitet sich vom Lateinischen Musterium ab. Der spätere übliche Name Monasterium weißt, der mündlichen Tradition entsprechend, auf ein früh-oder nachmittelalterliches Kloster hin.

 

Der Name Geschinen kommt vom Lateinisch-Italienischen "cascina" was Käserei oder Senerei bedeutet (Guntram Saladin, 1943). Andere Meinungen vertreten den Ursprung des Names Geschinen vom Lateinisch "casa", Romanischen "geschi" was kleines Haus bedeutet.

 

Bei der Fusion dieser zwei Gemeinden am 1. Oktober 2004 wurde der Doppelname Münster-Geschinen für die neue Gemeinde gewählt.

 

Wappen

Am 6. März 2005 wurde an einer kommunalen Abstimmung das Wappen der Gemeinde Münster zum Wappen der neuen Gemeinde Münster-Geschinen gewählt. Es ist zugleich das Wappen des Bezirks Goms und weist daher auch darauf hin, dass Münster der Hauptort des Bezirks Goms ist.

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